Need for Speed Heat
10. November 2019, 19:44 11. November 2019, 21:47 Lukas Fellner

Review / Test

Need for Speed Heat ist der mittlerweile vierter Versuch von Entwickler Ghost Games an alte Höhen der Serie anzuknüpfen. Heat ist am 8. November für PS4Xbox One und PC erschienen und ohne vorweg kann ich sagen: Es macht mir ordentlich Spaß und eeiniges richtig und die Entwickler haben sich das Feedback von NFS 2015 und Payback zu Herzen genommen und einige Features für Heat komplett überarbeitet. NFS Heat ist für mich eines der besten Need for Speed der letzten Jahre, wenn nicht sogar das beste der letzten Jahre. Ein paar Kritikpunkte gibt es natürlich auch bei Heat.

Testvideo

Diese Review gibt es auch in Videoform, dort könnt ihr das Spiel außerdem in Action sehen:

 

Gameplay, Events & Cops

Need for Speed Heat erfindet das Rad nicht neu, es kombiniert Elemente aus älteren NFS Teilen und schafft daraus ein neues Spiel. Ghost Games hat es bei den letzten beiden Teilen leider nicht geschafft ihre Ideen gut in die Tat umzusetzen aber mit Heat haben sie versucht alles was sie aus den letzten Teilen gelernt haben richtig umsetzen und auch gleichzeitig auf die Community zu hören. Das Resultat daraus: z.B. Mikrotransaktionen wurden komplett aus dem Spiel geworfen und auch die unnötigen Speed Cards aus Payback sind in Heat Vergangenheit und wurden durch ein ordentliches Leistungstuning ersetzt.

Heat bietet zwei unterschiedliche Spielweisen: Bei Tag fahrt ihr legale Rennen in Speedhunter Showdown Events auf abgesteckten Strecken, die Atmosphäre dabei erinnert ein wenig an Need for Speed ProStreet.
Bei diesen Events geht es hauptsächlich darum Geld zu machen, denn Erfahrungspunkte oder "Rep", wie sie im Spiel heißen, gibt es da nur sehr wenige.

Dafür sieht es nachts genau andersrum aus: Ihr fahrt dort hauptsächlich um Rep zu sammeln und damit im Level aufzusteigen. Durch den Levelaufstieg schalet ihr dann neue Teile für euren Wagen oder gleich komplett neue Autos frei.
Nachts sind die Rennen aber illegal und die Cops, die euch tagsüber nicht beachten, sind nachts sehr aktiv und dulden es nicht, wenn Streetracer illegale Events veranstalten.

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Die Cops haben es in NFS Heat echt in sich und sind endlich wieder auf dem Niveau eines NFS Most Wanted, also das von 2005. Sie sind sehr aggressiv und schwer abzuschütteln, vor allem auf den höhren Heat Stufen - 5 gibt es da an der Zahl. Je höher der Heat Level desto besser die Karren und Ausrüstungen der Cops, die haben dann z.B. Rhinos, Straßensperren oder Nagelbänder zur Verfügung und versuchen dabei alles um euch aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei handelt die Cop KI durchaus ein wenig intelligent, versucht euch z.B. auszubremsen oder in die Zange zu nehmen, allem voran sind sie aber sehr aggressiv euch gegenüber. Heißt aber nicht, dass die Cop KI immer intelligent handelt, sie hat auch durchaus ihre Schwächen. Gerade auf den unteren Heat Stufen ist es relativ einfach möglich sie abzuhängen, je weiter nach oben ihr im Heat Level steigt, desto schwieriger wird es und auch die Gummiband KI der Cops fällt dann sehr stark ins Gewicht. Und bevor nun jemand aufschreit: Die Gummiband KI gibt es nur bei den Cops, die anderen Racer haben diese nicht.

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Das macht die Verfolgungen, gerade auf den höheren Heat Stufen, sehr herausfordern, zudem euer Fahrzeug in Heat nur eine begrenzte Menge an Schaden einstecken kann. Nicht nur die Cops haben in Heat einen Lebensbalken sondern auch das eigen Fahrzeug und dieser kann sich schneller leeren als einem lieb ist. An Tankstellen könnt ihr den Wagen wieder reparieren, aber nur 3 Mal pro Nacht. Daher überlegt ihr euch gerne zwei Mal ob ihr jetzt eine Verfolgung startet oder nicht, denn wenn euch die Cops erwischen bzw. eure Fahrzeug schrotten, dann verliert ihr nicht nur Geld sondern auch den Multiplikator, also das Heat Level und somit einen ordentlichen Teil der erspielten Erfahrungspunkte. Die Erfahrungspunkte werden nämlich erst dann gespeichert, wenn ihr eine Garage betretet und die Nacht somit beendet.

Ich persönlich finde dieses Konzept zwar ganz fordernd, vor allem weil man schon einmal ins Schwitzen geraden kann, wenn der Wagen eine starke Beschädigung hat und man mit letzter Kraft versucht eine Tankstelle zu erreichen. Leider erwische ich mich deshalb aber sehr oft dabei wie ich die Cops um jeden Preis versuche zu vermeiden, da ich nur ungern meine erspielten Rep Punkte verlieren will. Ich hätte mir hier aber lieber Verfolgungen wie in NFS Most Wanted gewünscht, da man die Verfolgungen in Heat meist nicht lange durchhält.

Der Polizeifunk ist aber auf jeden Fall sehr gut gelungen, die Cops sprechen untereinander, gehen auf die Marke und das Modell des Fahrzeugs ein, reden mit der Zentrale, fordern Verstärkung an und werden euch gegenüber auch mal beleidigend - gefällt mir sehr gut!

Nachts schaltet ihr dann auch High Heat Rennen frei, bei denen ihr neben Geld und Rep auch Teile für euren Wagen gewinnen könnt.

Bei den Rennen handelt es sich eigentlich um das klassische: Rundkursrennen, Sprintrennen, Off-Road Rennen und Drift Events. Außerdem könnt ihr innerhalb eurer Crew an Time Trials teilnehmen und euch an den Geistern und Zeiten anderer Spieler messen.

Dabei macht die KI einen guten Eindruck, die Zeiten von Gummiband KI sind endlich vorbei, das kann manchmal ein Vorteil aber auch ein Nachteil sein. Bei einigen Rennen, vor allem wenn der eigenen Wagen deutlich über den Anforderung des Rennens liegt, zieht man den Gegner kilometerweit davon. Bei einigen anderen Rennen, vor allem auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade, ist es oft herausfordernd und man darf sich keinen Fehler erlauben um das Rennen zu gewinnen. In der Regel empfehlt sich aber, dass der eigene Wagen immer eine höhere Stufe als das Rennen haben sollte, zumindest auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad.

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Fahrzeuge, Tuning & Handling

Für bestimmte Rennen braucht ihr eine bestimmte Art von Handling Abstimmung an eure Fahrzeug, um die besten Chancen zu haben. Eine Grafik zeigt euch bei jedem Event an, in welche der vier Richtungen euer Wagen am besten getunt sein sollte: Straße, Rennen, Drift oder Off-Road.
Unterschiedliche Teile bringen hier unterschiedliche Verbesserungen in eine vier Richtungen und können auch kombiniert werden. So könnt ihr z.B. aus jedem Fahrzeug ein Drift-Fahrzeuge oder ein Rennauto machen. Die unterschiedlichen Handling Ausrichtungen steuern sich natürlich auch anders.

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Wo wir auch direkt beim wohl wichtigsten Punkt eines Rennspiels angelangt wären: Den Autos!

Und gerade das Handling war einer der größten Kritikpunkte an den letzten Teilen, da sie komplett auf Brake-to-Drift ausgelegt waren und kein wirkliches Grip Handling möglich war. Heat macht hier einiges anders und vor allem besser.

Es ist endlich möglich sich einen ordentlichen Grip Wage zu bauen. Gleichzeitig finde ich aber das Driften um einiges schwieriger geworden ist, da das Spiel den Drift nicht mehr von selbst hält sondern es schon ein wenig Geschick benötigt.
Den Drift könnt ihr zwar immer noch mit einer Taste einleiten, wahlweise Gas oder Bremse, aber den Drift dann auch auszuführen und zu halten, ist nicht mehr so einfach wie in den Vorgängern.
Im Live Tuning Menü könnt ihr, wie auch schon in den Vorgängern, ein paar Anpassungen am Handling eures Fahrzeugs durchführen: Traktionskontrolle aktivieren, Lenkempfindlichkeit und Anpressdruck anpassen.
Nur mit aktivierter Traktionskontrolle ist auch ein Grip Handling möglich, da dann das Heck des Autos nicht mehr ausbricht beim Einlenken.

Das Spiel bietet außerdem jede Mengen unterschiedliche Fahrzeuge, von Tunern über Sportwagen und SUVs hin zu Supersportwagen. Viele Fahrzeuge sind aber direkt aus Payback übernommen worden.

Mit dabei sind auch wieder einige Fan Favorites aus älteren Titeln: Eddie's Skyline, Rachel's Nissan 350z und der legändere BMW M3 GTR aus Most Wanted, warten als Belohnung für abgeschlossene Aktivitäten auf euch.

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Die Entwickler haben bereits in den letzten beiden Teilen sehr auf optisches Tuning gesetzt. In Heat wurde das System quasi 1zu1 aus Payback übernommen, es kamen lediglich neue Teile dazu. Das System ist aber nach wie vier sehr gut und bietet für viele der Fahrzeuge jede Menge Anpassungsmöglichkeiten. Ein Kleinigkeit stört mich aber weiterhin: Warum ist nicht möglich eine Felge gleichzeitig vorne und hinten anzubringen? Die Auswahl der Felgen ist nämlich echt riesig und es sind auch wieder einige Hersteller, wie z.B. BBS, zur NFS Serie zurückgekehrt aber sich da jedes Mal durch die Liste zu arbeiten und die Felge einzeln für Vorne und Hinten auszuwählen ist es ein wenig mühsam. Diese Komfortfunktion fehlt leider immer noch und kommt hoffentlich noch mit einem Patch nach.

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Natürlich darf auch der Lackierungseditor nicht fehlen, hier könnt ihr wieder eigene Lackierungen für euer Fahrzeug designen. Dabei stehen euch sehr viele Vinyls und Decals zur Auswahl.
Außerdem gibt es für die Grundlackierung eurer Fahrzeuge einige neue Lackoptionen.
Für die nicht so kreativen Menschen, wie mich, gibt es auch wieder die Möglichkeit die Kunstwerke anderer Spieler herunterzuladen und am eigenen Fahrzeug anzubringen.

Unterbodenbeleuchtung, Hupen und farbiger Reifenqualm sind auch wieder mit dabei, diesmal zum Glück ohne nervige Lootboxen.

Eine Neuerung beim Tuning ist, dass ihr den Auspuff Sound eures Wagen anpassen könnt. Ihr könnt ihr einige Schieberegler verändern, sodass der Sound z.B. aggressiver oder metallischer klingt. Eine sehr geile Idee wie ich finde, da sich die Autos dadurch noch unterschiedlicher anhören.

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Generell sind die Motorsounds in NFS Heat sehr beeindruckend und klingen echt fett und es macht echt einfach Laune den Sounds zu lauschen.
In die Sounds der Fahrzeuge dürfte wohl echt viel Zeit geflossen sein und da kann Horizon 4 echt nur neidisch sein.

Auch der Tausch von Motoren ist möglich, auch hier klingen alle Motoren unterschiedlich und der Klang des Wagen verändert sich merkbar, wenn ihr den Motor tauscht.
Auch die Montage von einem Turbo verändert den Sound und man hört ein deutliches Turbozischen, auch hier klingt das anders, je nachdem welchen Turbo ihr verbaut.

Wo wir bei einer weiteren Neuerung sind: Das Leistungstuning ist in Heat wieder zurück - zum Glück - und bietet jede Menge Optionen.
Mit steigendem Level schaltet ihr hier neue Teile und Motoren frei. Pro Fahrzeug gibt es im Schnitt 7 unterschiedliche Motoren zur Auswahl, welche alle nochmal getunt werden können.
So könnt ihr ohne weiteres euer Starterfahrzeug für die ganze Story benutzen.
Jeder Motor hat eine gewisse Leistungspotenz und manche Motoren können stärker getunt werden als andere.
Die einzelnen Leistungsteile sind in drei Kategorie eingeteilt: Motor, Chassis und Antrieb - bei jeder Kategorie gibt es dann nochmal mehrere Items zur Auswahl.

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Story & Charakteranpasung

Auch Heat bietet wieder eine Story. Ich bin aber der Meinung, dass man die auch einfach weglassen hätten können, wobei ich sie deutlich besser finde als die Storys der letzten beiden Teile, wirklich gut oder notwendig ist sie aber in Heat dennoch nicht. Vor allem weil das Spiel versucht eine etwas ernstere Richtung einzuschlagen: Es geht um korrupte Cops, die uns Racern das Leben schwer machen. Dabei werden sehr viele Klischees bedient: Die Cops sind die Bösen und wir Racer sind die Guten. Alles nicht wirklich neues und schon oft genug gesehen. Leider quatschen die diversen Charakter, die uns nicht wirklich egaler sein könnten, in den Storymissionen ständig voll. Dabei sind die Aussagen oder Dialoge nur sehr selten sinnvoll und nerven eher. Zum Glück kann man die Soundspur der Sprachausgabe in den Einstellung deaktivieren. In den normalen Rennen hingegen quatscht uns keiner voll, das passiert nur in den Storymissionen.

Nach gut 15 Spielzeit hatte ich die Story aber auch bereits durch, das ist aber noch lange nicht das Ende vom Spiel, da einige Rennen erst jetzt und viele Fahrzeuge und Teile überhaupt erst danach freigeschaltet werden.
Zum Abschluss der Story ist man ungefährt Level 30 von 50 und ab da dauert das leveln schon ein bisschen und erfordert viel Risiko mit den Cops in der Nacht.

Zum ersten Mal können wir in einem Need for Speed unsere Spielfigur anpassen. Zu Beginn können wir zwischen einigen Figuren wählen und diese auch jederzeit wieder ändern. Dazu kommt, dass wir die Kleidung und Frisur jederzeit in der Garage anpassen können. Ich persönlich hätte darauf aber gut verzichten können. Die eigene Spielfigur sieht man dann nach Abschluss von Rennen, in Zwischensequenzen und in der Garage.
Außerdem bin ich froh, dass die eigene Spielfigur zur Abwechslung mal nicht stumm ist sondern in Cutscenes auch gerne mitredet, so fühlen sich die Gespräche einfach echter an. In NFS 2015 fand ich das nämlich richtig seltsam.

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Spielwelt Palm City

Genauso wichtig wie die Fahrzeuge ist natürlich die Spielwelt und die nennt sich in Heat "Palm City" und ist an Miami und Kalifornien angelehnt.
Die Spielwelt bietet dabei einige abwechslungsreiche Gebiete: Eine große Stadt, eine Rennstrecke, jede Menge Bergstraßen mit vielen Höhenunterschieden und Kurven zum Driften, Strände, Industriegebiete, eine Raketenstartbasis und vieles mehr.

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Eine Sache die ich persönlich sehr cool finde: In Palm City gibt es weitaus mehr zerstörbare Objekte als in anderen Rennspielen, dadurch werden wir relativ selten komplett zum Stillstand gebracht. Selbst die Barrieren in Rennen sind zerstörbar, bremsen das eigene Fahrzeug aber merkbar aus. Hier soll vermutlich verhindert werden, dass wir bei einem Crash komplett den Anschluss an die KI verlieren, da die ja nicht mehr auf uns wartet. Ich finde das aber gut, da somit der Spielfluss durch einen Crash nur sehr selten unterbrochen wird. Generell sind die Areale sehr weitläufig und bieten auch in Rennen sehr viele Möglichkeiten zum Abkürzen.

Die Spielwelt ist in Heat, wie auch schon zu einem großen Teil in Payback, komplett offen und es gibt nur wenige Begrenzungen die uns nicht querfeldein fahren lassen.
Allerdings empfiehlt es sich nicht mit einem auf Straße getunten Wagen sehr weit aufs Feld zu fahren, da das Fahrzeug dann deutlich langsamer unterwegs ist.
Aber gerade bei Verfolgungsjagden in der Nacht bieten sich uns sehr viele Wege und Fluchtmöglichkeiten.

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Neben den Rennen bietet Palm City auch viele Nebenaktivitäten, wie sie jedes Open World Spiel hat: Sammelobjekte wie Werbetafeln, Street Art, also Decals die ihr sammeln und im Lackierungseditor verwenden könnt, Flammingos, Sprünge, Drift Zones und Radarfallen.
Diese Objekte/Aktivitäten werden beim Vorbeifahren aufgedeckt und auf der Karte markiert, dadurch ist es meist relativ einfach sie zu finden, bieten aber eine gute Abwechslung zum Rennalltag.
Wenn ihr alles sammelt, dann schaltet ihr pro Bereich der Spielwelt zusätzliche Items frei wie z.B. neue Farben für Unterbodenbeleuchtung.

Gerade die Stadt in Palm City wirkt aber meist sehr leer und ausgestorben, neben ein paar Fahrzeugen, die die Straßen entlang fahren, passiert da nicht viel. Es gibt kaum parkende Autos und Passanten gibt es auch keine.
Die sehr breiten Straßen von Palm City wirken dadurch meist sehr leblos und langweilig. Fällt aber beim Fahren nicht so stark auf, vor allem wenn man Nachts mit 300 über die Straßen brettert ist man froh, wenn nicht so viel los ist.
Wobei mir in eigenen Nachtevents doch ein bisschen zu viel Verkehr ist, sollten die nicht alle schlafen?

 

Solomodus & Multiplayer

Need for Speed Heat könnt ihr entweder online oder offline im Solomodus spielen. Online habt ihr die gleichen Möglichkeiten wie auch z.B. in Forza Horizon 4: Ihr teilt euch die Open World mit anderen Spielern eurer Sitzung. Dabei könnt ihr sie beobachten wie sie sich Verfolgungen mit der Polizei liefern. Außerdem könnt ihr andere Spieler zu Rennen einladen und sie können auch einladen. Der Nachteil der sich dadurch ergibt: Ihr könnt das Spiel nicht anhalten, das geht nur im Solomodus. Und gerade bei Verfolgungen ist das ein wenig doof, da es hier schon hilfreich ist sich in Ruhe den Standort der nächsten Tankstelle rauszusuchen, da ihr die garantiert benötigen werdet. Auch für den Fotomodus ist es ein großer Nachteil, da ihr im Online Modus keine Möglichkeit habt ein Foto eures Fahrzeugs in Action zu machen.

Leider gibt es dadurch keinen echten Multiplayer, also z.B. die Speedlists aus den Vorgängern. Hoffentlich reicht das Ghost Games noch per Update nach.

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Grafik & Technik

Grafisch ist NFS Heat jetzt nicht das schönste Rennspiel derzeit, die Fahrzeugmodelle in Forza Horizon 4 und auch die generelle Umgebungsqualität sind dort einfach besser, aber Heat sieht dennoch ganz gut aus.
Wobei das Spiel auch sehr schön aussehen kann, gerade bei Regen und in der Nacht kann die Frostbite Engine glänzen. In der Nacht und bei Regen kommen auch die Lichteffekte sehr schön zur Geltung und dann sieht das Spiel auch wirklich hübsch aus.
Schaut euch nur mal die Beleuchtung bei der Autoauswahl oder in Ladescreens an.

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Auf den Konsolen ist das Spiel aber leider auf 30 FPS abgeriegelt, das ist für ein Rennspiel natürlich nicht optimal, aber aufgrund der begrenzten Hardware der Konsole nicht anders möglich.
Für PC Spieler gibt es hingegen eine unbegrenzte Framerate und einige Einstellungsmöglichkeiten.
Mir kommt aber vor, dass das Spiel sehr hardwarehungrig ist und mein PC da bei höheren Auflösungen und Grafikoptionen echt Probleme gibt. Ein Forza Horizon 4 läuft bei mir in 3840x2160 auf hohen Einstellung und hat dabei fast konstante 60 FPS.
NFS Heat hingegen kann ich nur in 2560x1440 und auf hohen Einstellungen spielen, um annähernd die 60FPS zu erreichen. Mein PC ist aber auch schon ein wenig in die Jahre gekommen, ist mir halt nur so im Vergleich aufgefallen, da Horizon 4 doch besser aussieht als Heat.

Dafür hat Need for Speed Heat aber ein ausgezeichnetes Geschwindigkeitsgefühl, wie auch bereits die Vorgänger. Es fühlt sich richtig gut und schnell an mit seinem Wagen mit über 300km/h durch Palm City zu fahren.

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Mit üblichen Open World Problemen hat das Spiel aber leider dennoch zu kämpfen: Pop-ups in der Ferne oder auch Nähe, also Objekte laden sichtbar erst wenn ihr in der Nähe seid. Die Texturen laden außerdem manchmal sehr langsam nach. Gerade beim Wechsel der Kleidung unseres Charakters oder bei der Auswahl der Felgen merkt man das sehr stark - das dürfte aber ein generelles Problem der Frostbite Engine sein, da ich das von Battlefield auch kenne. Gröbere Bugs oder Spielabstürze hatte ich beim Spielen aber keine.

 

Fazit

Das Spiel macht echt jede Menge Spaß und Ghost Games hat an den wichtigsten Dingen seit Payback ordentlich gearbeitet und mit dem Tag/Nacht Spielprinzip ein wenig Abwechslung in die Serie und das Spiel gebracht. Die Motorensounds klingen extrem gut, es gibt jede Mengen Anpassungsmöglichkeiten des eigenen Fahrzeugs und einige nervige Funktionen aus Payback, wie die Lootboxen oder Speedcards, sind aus dem Spiel geflogen. Nach dem Release sollen kostenpflichtige Time Saver Packs und Fahrzeug DLCs kommen, sonstige Monetarisierung ist aber nicht geplant.

Wenn ich eine Bewertung für das Spiel abgeben würde, dann wäre das eine 8 von 10 Punkten.